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Wissenswertes:
Pirna wurde im Jahre 1233 erstmalig urkundlich als Stadt erwähnt. Im
Volksmund
ist
Pirna
auch als Tor zur Sächsischen Schweiz bekannt.
Der Begriff Sächsische Schweiz ist in der Romantik entstanden und spielt auf landschaftliche Gegebenheiten an. Pirna ist eine der ältesten und auch eine der schönsten Städte des oberen Elbtals in Sachsen. Älteste Besiedlungsspuren reichen in die Zeit um 4000 v. Chr. zurück. Germanische Stämme siedelten hier ab dem 4.Jh. v.Chr. und zogen später ab. Ab ungefähr 600 n. Chr. wurde die Gegend durch Elbsorben, die Fischer und Bauern waren, besiedelt. Ende des 12.Jahrhunderts wurden deutsche Siedler seßhaft. Pirna
war
einst von einer etwa
10 Meter hohen Stadtmauer umgeben, die
in gutem Zustand bis Ende
des 18. Jahrhunderts bestand und 4 Tore und 1 Pforte besaß. Zwischen 1811 und 1869 erfolgte der Abbruch der Stadtbefestigung und Verfüllung des Stadtgrabens. Das Schloss Sonnenstein überragt weit sichtbar die Stadt und wurde im 13. Jh. erstmals erwähnt. Im Dreißigjährigen Krieg hielt es den Schweden stand, die die Stadt 1639 besetzten. Die Anlage erlebte mehrere Umbauten, das heutige Aussehen erhielt sie im 19. und 20. Jahrhundert. Der Maler Bernardo Bellotto, genannt Canaletto (1721-1780), hielt sie in seinen Zeichnungen fest. Nennenswert und in ihrer Bedeutung unterschätzt ist die katholische Kirche St. Marien. Bereits die ersten Siedler errichteten an ihrer Stelle Anfang des 13. Jh. eine erste Kirche. Die dreischiffige Kirche in ihrer jetzigen Gestalt wurde etwa 1502-1504 neuerbaut, der Turmbau begann schon 1466 und war 1479 vollendet. Zu der Zeit wurde die Türmerwohnung bezogen. Erwähnenswert als Baudenkmale des Barock sind der Teufelserker von 1622/24 und der Engelserker von 1624. Der in der Galerie gezeigte Erlpeterbrunnen trägt die Inschrift von 1908 "Der Erlenpeter bin ich genannt, Armen Leuten wohl bekannt, Wer nicht Geld hat in seiner Tasche, Der trinkt mit mir aus meiner Flasche". Der Name Erlpeter ist eine Verballhornung aus dem früheren lat. "ex petra" - aus dem Felsen. Das Wasser wird aus einer etwas entfernteren Quelle des Sonnensteins hergeleitet. Pirnaern ist der Brunnen ein Begriff. Pirna war eine bedeutende Handelsniederlassung und eine wichtige Drehscheibe zwischen den deutschen Ländern und Böhmen. Viele reichverzierte Hausportale aus Renaissance und Barock künden davon. Es gab Eisenindustrie, Kunstseidenherstellung, Zellstoffindustrie, Maschinenbau. Im Zuge der deutschen Einheit und dem wirtschaftlichen Wandel blieb davon nicht viel übrig. Die Luft ist seither besser geworden. Das Gros der Arbeitslosen wird von den ehemaligen Beschäftigten in diesen Industriezweigen gestellt. Im
Jahre
2008
beging
Pirna das 775. Stadtjubiläum!
Die Reproduktionen der Canaletto-Bilder "Markt von Pirna" und "Pirna vom rechten Elbufer bei Posta" sowie die historischen Angaben habe ich entnommen aus der Publikation von Heinz Quinger, "PIRNA - Kunstgeschichtliche Würdigung einer alten sächischen Stadt", Verlag der Kunst, 1993. |
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